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ZF Serviceinformation: Zweimassenschwungrad
Geräusche beim Starten des Motors, beim Fahren oder beim Abstellen des Motors

(Aus Newsletter No. 65 | Mai 2015)


Aussergewöhnliche Geräusche beim Starten des Motors, beim Fahren oder beim Abstellen des Motors werden oft mit einem möglichen Defekt des Zweimassenschwungrad (ZMS) in Verbindung gebracht. Tatsächlich werden die Geräusche jedoch durch Fehlerquellen in der Peripherie des ZMS verursacht.


Geräusche beim Starten des Motors




Mögliche Beanstandungen:

» Geräusche (z.B. Klappern, Rattern, usw.) aus dem Bereich ZMS/Kupplung/Getriebe beim Starten des Motors
» Startvorgang dauert länger als üblich.
» Direkt nach dem Start läuft der Motor unrund.

Info: Ein hoher Spannungsabfall beim Starten des Motors verursacht den Ausfall von elektronischen Komponenten und erzeugt Einträge im Fehlerspeicher.


Mögliche Fehlerursachen:

» Batterie nicht ausreichend geladen, beschädigt oder defekt.
» Hohe Übergangswiderstände an den elektrischen Anschlüssen im Stromkreis von Starter und Generator.
» Starter beschädigt oder defekt. Kollektor wegen zu geringer Stromaufnahme verschmiert.

Info: Der Starter erreicht die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Drehzahl zum Starten des Motors (> 300 min-1) nicht mehr. Der Motor startet mit einer zu geringen Starterdrehzahl und verursacht dadurch übermäßige Schwingungen im Bereich des ZMS. Die Schwingungen führen über einen längeren Zeitraum zum Ausfall des Bauteils.


Mögliche Abhilfe:

» Zustand der Batterie prüfen. Batterie ggf. laden oder ersetzen.
» Elektrische Verbindungen zwischen Batterie, Starter, Generator und Karosserie prüfen. Elektrische Verbindungen ggf. reinigen (z.B. Technoli Reinigungskoffer) oder ersetzen.
» Elektrische Anschlüsse mit dem vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Anzugsmoment anziehen und vor Korrosion schützen.
» Zustand des Starters prüfen. Starter ggf. warten oder ersetzen.

Info: Das Reinigen der elektrischen Verbindungen im Stromkreis von Starter und Generator minimiert den Spannungsverlust und verbessert die Stromaufnahme des Starters. Der verschmierte Kollektor des Starters brennt sich nach einigen Startvorgängen wieder frei. Die Drehzahl des Starters erreicht wieder den vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Wert (> 300 min-1).



Geräusche beim Fahren




Mögliche Beanstandungen:

» Klappern oder Ruckeln beim Beschleunigen unter hoher Last des Motors.
» Motor läuft unrund.
» Unzureichende Dämpfung der Schwingungen des Motors verursacht Geräusche aus dem Bereich des Getriebes.

Info: Bei Ottomotoren können auch Verbrennungsaussetzer auftreten.
Bei Dieselmotoren können Auffälligkeiten im Bereich der Leerlaufruheregulierung auftreten.


Mögliche Fehlerursachen:

» Ottomotoren: Fehler in der Gemischaufbereitung, im Zündsystem, usw.
» Dieselmotoren: Verkokte Einspritzelemente, Fehler im Einspritzsystem, usw.
» Extrem untertourige Fahrweise.


Mögliche Abhilfe:

» Einspritzsystem instand setzen.
» Zündsystem instand setzen.
» Softwarestand prüfen und ggf. aktualisieren.
» Fahrzeug gemäß Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers fahren.

Info: Probefahrt zur Diagnose zusammen mit dem Kunden durchführen (Kunde fährt).



Geräusche beim Abstellen des Motors




Mögliche Beanstandungen:

» Geräusche (z.B. Klappern) oder Nachschwingen beim Abstellen des Motors.
» Kurzer, harter Schlag aus dem Bereich ZMS/Kupplung/Getriebe beim Abstellen des Motors.
» Rasseln oder Rattern aus dem Bereich Getriebe.


Mögliche Fehlerursachen:

» Unterdruckversorgung der Abstellklappe nicht ausreichend.
» Abstellklappe mechanisch blockiert.
» Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) hängt oder ist verkokt.

Info: Unzureichendes Unterbinden der Luftzufuhr beim Abstellen des Motors führt bauartbedingt zu einer weiteren Komprimierung der Federn im ZMS. Dies verursacht Schwingungen beim Abstellen des Motors und dadurch Geräusche im Antriebsstrang.


Mögliche Abhilfe:

» Unterdrucksystem prüfen und ggf. instand setzen.
» Mechanische Bauteile auf Freigängigkeit und Funktion prüfen und ggf. ersetzen.

Info: Elektrische Abstellklappe und AGR-Ventile mit einem geeigneten Diagnosegerät überprüfen.


Quelle: ZF Services